Im riesengroßen Online-Schlaraffenland

Wie heißt es so schön im ganz gewöhnlichen Warenhaus: "Nur gucken, nicht anfassen!" Doch hier in der virtuellen Warenwelt geht es etwas anders zu: "Anfassen unmöglich, also nur gucken." Allerdings, was es da alles zu betrachten gibt, ist schon mehr als erstaunlich, ist einfach nur extraordinär. Doch wie prüft man die Ware, wie das Angebot? Über dieses Angebot hat niemand weltweit den Überblick, da mag er noch so viel klicken. Erleichtert wird einem das Gefühl für das Produkt nur durch exzellente Beschreibungen, detaillierte Angaben und Fotodarstellungen aus unterschiedlichsten Perspektiven, um einen ganzheitlichen Blick zu vermitteln. Der Verkäufer, mag er noch so sympathisch wirken, bleibt letztendlich meistens anonym, es sei denn sein Name ist so namhaft, dass er sich auch in der realen Welt schon einen Namen gemacht hat.

Der unsichtbare Kunde?

Mit dem Kunden verhält es sich auch zunächst scheinbar nicht anders, denn auch der Kunde, das unbekannte Wesen, bleibt unsichtbar. Okay, man kann ihn via E-Mail erreichen und mit neuen Offerten bombardieren, man kann den Käufer nach dem Online-Kauf regelmäßig Newsletter zuschicken und sie so über aktuelle Sonderposten auf dem Laufenden halten und man kann natürlich Daten über diesen Kunden sammeln, bis ihn diese Sammlung ganz transparent werden lässt und er nackt und bloß dasteht und er dann Applikationen oder andere kleine Wanzen völlig ausgeforscht ist. Dagegen kann der Kunde ziemlich wenig machen, denn oft weiß er ja nicht einmal, was da mit ihm passiert und selbst wenn er es weiß, ist er ja immer noch derjenige, der etwas haben will und dafür muss er eben so manches über sich preisgeben. So lautet die Spielregel, die von vielen in Kauf genommen wird, denn sie ziehen einen großen Nutzen aus der Möglichkeit, online (oft günstiger) einkaufen zu können.

Hier kommt alles unter den Hammer

Hereinspaziert, hier ist der größte Jahrmarkt aller Zeiten, hier wird so allerhand geboten und angeboten, also: Seinen Sie so lieb und bieten mit. Vielleicht erteilt der Hammerschlag ja Ihnen den Zuschlag und Sie sind dann der Glückliche, der das Glück hat, die Trophäe nach Hause geschickt zu bekommen. Eventuell geht es ja auch das eine oder andere Mal nicht so ganz mit rechten Dingen zu bei Verkauf. Kann sein ... Schwarze Schafe gibt es doch wirklich überall auf dieser Welt. Warum sollte denn dann ausgerechnet das Internet eine Ausnahme sein? Da kann man dann nur die Regeln verschärfen und den Übeltätern auf die Finger hauen, wie überall in der Geschäftswelt, wenn was Krummes passiert.

Nicht immer ist das zwar leicht, wie Auktionshäuser demonstrieren, jedoch wurden im Jahr 2009 die Geschäftsbedingungen für online shops so geändert, dass Kunden mehr Rechte haben und diese vor allem auch transparenter dargestellt und in Anspruch genommen werden.

Die Angst vor dem Feind

Doch überall lauert der Feind, der jeder Zeit zuschlagen kann. Damit muss und sollte man immer rechnen, auch wenn keiner für einen solchen Fall vorsorgen kann, wenn die Geschäfte brutal und rabiat unterbrochen und auf Eis gelegt werden. Auch dieser Feind ist wie Verkäufer und Käufer unsichtbar und er heißt: Stromausfall.

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