Barrierefreies Internet

Das Internet – eine virtuelle Welt voller schöner Dinge, reichhaltigen Informationen, unschönen Gefahren und Betrügern. Von welcher Seite aus man die wahrscheinlich genialste Erfindung der Menschheit auch betrachtet, es wird immer Anhänger und Kritiker geben. Doch ist uns allen bekannt, was die Kritiker dazu meinen. Viel mehr beschäftigen sich Unternehmen und Firmen mit den Anhängern des Internets. Lag in den vergangenen Jahren die Zielgruppe meist zwischen 14 und 30 Jahren, soll heute Jeder Zugang zum Netz haben. An dieser Stelle setzen mittlerweile unzählig viele Informations-und Austauschportale an, deren Zielgruppe Internetuser ab 50, bzw. 60 Jahren sind. Denn auch sie wissen die schnelle Information-und Warenbeschaffung zu schätzen und nutzen diese in einem immer größer werdenden Ausmaß. Auch ihre Kaufkraft hat sich demnach um ein Vielfaches potenziert, wodurch häufig Werbung, die auf diese Zielgruppe angepasst wurde, im Netz auffindbar ist.

Das Vorurteil, dass Leute mittleren Alters gar keine Zeit finden, um sich mit dem Internet zu beschäftigen, und das alte und kranke Menschen kein Verständnis für die komplizierte Technik haben, wird jetzt nach und nach ausgeräumt. Immerhin belegen sogar Studien, dass immer mehr Rentner und Senioren einen Internetanschluss haben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf das Wort kompliziert. Wo früher der normale HTML-Code zur Darstellung von Text und Bild gereicht haben, sind heute Flashanimationen und Videoaufnahmen an deren Stelle getreten. Doch hat nicht jeder eine DSL-Leitung, um diese beweglichen Bilder anzusehen. Das Stichwort lautet: barrierefreies Internet.

Was kann man sich darunter vorstellen? Barrierefrei bedeutet nichts anderes, als dass sich der Benutzer ohne viel Aufwand durch eine bestimmte Internetseite klicken kann. Dabei spielen Übersichtlichkeit und Klarheit eine große Rolle. Strukturierte Internetseiten sollen vor allem den Menschen mit Defiziten helfen, unkompliziert durch das Netz zu surfen. Verschiedene Lehrgänge und Workshops bieten den Firmen an, ihren Internetauftritt nach den Grundregeln des barrierefreien Umgangs zu gestalten. Weitere Punkte sind neben der klaren Struktur auch die Schriftgröße und die Farbkombinationen auf der Seite. Zu kleine Schrift ist schlecht lesbar, grelle und starke Farbkontraste lenken vom eigentlichen Inhalt ab. Schon jetzt gibt es Internetseiten, auf der man die Schriftgröße auf seinen Bedürfnissen anpassen kann. Was die Navigation betrifft, so lautet Struktur das Wort. Nicht zu viele Unterseiten, keine versteckten Inhalte, nicht soviel Text. Die Anforderungen sind hoch, aber nicht unmöglich, im Gegenteil: viele der Grundregeln für den barrierefreien Internetzugang sind relativ einfach. Es benötigt nur ein Gefühl für das Spiel mit Bild und Text.

Im Netz gibt es unzählige Internetseiten, die mit verschiedenen Verlinkungen und unendlichen Downloads aufbereitet sind. Alles unnötige Hindernisse für den User. Eine Seite mit weiterführenden Verlinkungen und Download-Formaten genügt, natürlich gekennzeichnet in der Navigation. Damit auch Kinder Spaß am Surfen im Netz haben, sollte man zudem auf klare Formen und altersgerechten Bilder achten. Hierauf sollte besonders viel Rücksicht genommen werden, denn nicht jede Verlinkung entspricht dem gewünschten Ziel und für Inhalte externe Seiten kann nicht garantiert werden. Eine regelmäßige Überprüfung sollte in jedem Fall zum Betreiben der Website dazu gehören. Viel Stoff für einen reibungslosen Auftritt im Netz. Jedoch lohnt sich der Aufwand, wenn dadurch die Besucherzahl steigt.

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